Schutz vor Coronavirus & Co - SELEN - der Immunbooster Nr. 3

Schutz vor Coronavirus & Co - SELEN - der Immunbooster Nr. 3

 

Selen für´s Immunsystem und gegen freie Radikale

 

Die Fachzeitschrift PNAS berichtete bereits 2017, dass weltweit ungefähr eine Milliarde Menschen an einem Selenmangel leiden und dass ein Erwachsener in Deutschland - trotz einer ausgewogenen Ernährung - kaum mehr als 45 mcg Selen pro Tag über die Nahrung aufnehmen kann.

 

Dies liegt darin begründet, dass in vielen Regionen der Erde, so wie hier in Europa, aber auch in China, die Böden sehr selenarm sind. Vermutlich wird in Folge des Klimawandels der Mineralstoffgehalt der Böden in den kommenden Jahren noch weiter abnehmen.

 

Dabei ist eine gute Selenversorgung für unser Immunsystem unverzichtbar.
Von einem Selenmangel spricht man, wenn die Selenkonzentration kleiner 100mcg/l im Serum ist. Orthomolekularmediziner plädieren sogar für einen optimalen Spiegel von 140 - 160 mcg/l.

 

Aber Achtung!

Hier gilt auch wieder die Regel: "Die Dosis macht das Gift".

Selen kann auch überdosiert werden und wirkt dann toxisch.

 

Wenn Sie dauerhaft Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, sollten Sie auf jeden Fall 1-2x pro Jahr die Mineralstoffe im Vollblut bzw. Harn bestimmen lassen, um zu beurteilen, ob es vielleicht schon zu viel des Guten ist.

 

Selen spielt eine essentielle Rolle in der Krebstherapie und
-prävention, bei der optimalen Funktion unseres Immunsystems und nicht zuletzt als "Radikalfänger".

 

In letzterer Funktion ist Selen das zentrale Ion im Enzym Glutathionperoxidase, das durch den Glutathion-Stoffwechsel gefährliche freie Radikale unschädlich machen kann.

Überwiegt im Körper die schädigende Wirkung von freien Radikalen spricht man von oxidativen Stress.

Freie Radikale entstehen durch Oxidation und oxidieren Moleküle, Zellen, Gefäße etc. ( vergleichbar mit "Rostigwerden").

 

Allerdings sind es gerade diese aggressiven Verbindungen, die von bestimmten Immunzellen selbst produziert werden, um aufgefressene Erreger, Bakterien, Viren, Pilzfäden abzutöten.

Hier kommt es auf die richtige Balance zwischen Oxidantien (freie Radikale) und Antioxidantien (Selen in Glutathion, Pflanzenfarbstoffe etc.) an.

 

Zu hoher oxidativer Stress im Blut und Gewebe behindert dabei die Immunantwort auf Erreger, auch Viren, sodass das Risiko zu erkranken und schwerere Symptome zu entwickeln steigt.

Selen hilft dem Immunsystem nämlich bei der Antikörperbildung.

 

Coronaviren oder Influenzaviren z.B. lösen im Körper ebenfalls oxidativen Stress aus. In Kombination mit erhöhtem oxidativen Stress aufgrund eines Selenmangels kann es zu einem interessanten Phänomen kommen:

 

Es führt zu direkten oxidativen Schäden an der viralen RNA und kann somit eine Mutation auslösen. Dies lässt oft aus einem relativ harmlosen Influenza-A-Virus ein viel aggressiveres Influenza-A-Virus werden.

 

So kann Selenmangel auch dafür verantwortlich sein, dass es zu schwereren Krankheitsverläufen kommt, da sich dann Viren im Körper bösartiger verhalten.

 

Selen schützt aber auch direkt vor dem Eindringen gerade von SARS-Cov-2 in unsere Zellen, indem es das Enzym ACE beeinflusst. Es sind nämlich die AC-Rezeptoren, die das Virus in die Zelle holen.

 

Eine recht neue Entdeckung (2010) ist das Selenonein (in Seefisch) und Ergothionein. Diese beiden Substanzen machen genau Obengenanntes.

 

Wo finden wir Selen in Nahrungsmitteln?

3 Paranüsse decken bereits den täglichen Bedarf.

Mehr als 5 davon pro Tag sollte man nicht essen.

Bei häufigen Infekten, Schilddrüsenproblemen, aber auch in der Krebstherapie hat sich eine Nahrungsergänzung mit 150-200 mcg pro Tag Selenit bewährt.

 

Selenmethionin ist gut zum Aufdosieren des Selendepots, aber als Langzeithterapie ist es weniger geeignet wegen der Kummulationsgefahr. Somit kann es zu hohen Selenspiegeln nach einigen Monaten der Einnahme kommen.

 

Am besten, Sie fragen Ihren Arzt und lassen Ihren Selenspiegel im Vollblut bestimmen, ev. auch hämatokritkorreliert, also umgerechnet auf die Anzahl Ihrer Blutkörperchen. Selen wird vor allem intrazellulär gebraucht und weniger frei im Blut schwimmend. Daher ist der Vollblut-Test genauer als der Selenspiegel im Serum.

 

Genaue Dosierungsempfehlung

Vorbeugend:

1,5 -2mcg pro kg Körpergewicht pro Tag bis ein Selenspiegel von 140 -160 mcg/l Serum erreicht ist.

 

Bei schwerem Verlauf von COVID-19 oder Influenza z.B.:

  1. Woche: 1000 - 2000 mcg Natriumselenit als Infusion oder1000 mcg tägl. als Trinkampulle.

ab der 2. Woche: 200 - 500 mgc Natriumselenit pro Tag als Kapsel oder Trinkampulle

 

Dr. Veronika Königswieser

 

---------------------

Quellen:

 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31487871/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31100626/

https://www.pnas.org/content/114/11/2848

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22381456/

https://link.springer.com/article/10.1007/s12562-019-01321-3

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25593145/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24197605/

René Graeber, www.vitalstoffmedizin.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© Dr. Veronika Königswieser